Die Aalseite
- Wissenswertes, Interessantes, Legenden, Rezepte -

Aalfang mit Methode
Zahlreiche Methoden und Fangtechniken haben sich in verschiedenen Landschaften und Gewässertypen als brauchbar erwiesen. Die Frage nach dem richtigen Fanggerät und der richtigen Methode ist ein Dauerthema; die Aalpost hat einmal die wichtigsten knapp beschrieben und nebeneinandergestellt.
Verschiedene Reusen-Arten
Reusen, auch als 'Aalkörbe' bezeichnet, sind leicht zu handhaben und deshalb wichtige Geräte für die Berufsfischerei. Der Fangerfolg hängt entscheidend von der Erfahrung und der Ortskenntnis des Fischers ab. Wegen möglicher Diebstähle des Fanges sind Reusen nicht unproblematisch.
Schleppnetz, Zugnetz
Mit der Entwicklung geeigneter Winden hat sich die Zugnetzfischerei durchgesetzt, größere Aalzugnetze sind 100 bis 500 Meter lang. Geschleppte oder gezogene Netze sind in Norddeutschland zum wichtigsten Instrument der Bewirtschaftung von Aalbeständen geworden. In Süddeutschland sind sie (u.a. wegen zersplitterter Fischereirechte) selten einsetzbar.
Aalschokker, Aalhamen
Schokker und Hamen sind bewährte Geräte, um Blankaale in großen Flüssen zu fangen. Eine Besonderheit ist der Scherbretthamen, der an der Elbe entwickelt wurde und auch auf anderen Flüssen erfolgreich arbeitet.
Die Grundangel
Fischen mit der Angel ist ein beliebter Sport; die Anglerzeitschriften berichten ausgiebig darüber. Für Berufsfischer hat die Angel als Fanggerät gegenwärtig keine Bedeutung.
Aalschnur (Langleine), Aalkorb
Die traditionelle Aalschnur hat keine ausreichend selektive Wirkung, darum werden auch kleinere Aale gefangen, die nicht räucherbar sind. Beköderte Aalkörbe haben wegen hohen Arbeitsaufwandes und der Diebstahlgefahr an Bedeutung verloren.
Elektrofischerei
Die Elektrofischerei dient lediglich als Ergänzung zu konventionellen Fangmethoden. Die E-Fischerei arbeitet selektiv; je größer der Fisch, desto mehr kommt der Strom zur Wirkung. Wer das E-Gerät zu oft benutzt, fängt deutlich weniger.
Stationäre Fanganlagen
Wie das E-Gerät ist auch die stationäre Fanganlage am Auslauf eines Gewässers zur 'Volkszählung' gut geeignet. Die meisten Fachleute sind sich einig, daß der Einsatz von selbsttätigen Fangvorrichtungen für die Aalbewirtschaftung von Vorteil wäre; aber ihre Wirkung wird möglicherweise überschätzt: Für die Bewirtschaftung eines Sees reicht die stationäre Fanganlage allein nicht aus.